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Intro
Hüter der Quelle und Fels in der Brandung

„Die Wirren und Ärgernisse der Zeit ziehen mich nach Hause, in unsere ursprüngliche Natur. Die Grünkraft empfängt mein Wesen und wandelt Ärger in Poesie.
 
So sitze ich hier im Wald, auf dem Felsen vor einer Quelle. Im sanften Rhythmus lasse ich mich in die Seele des Ortes hineingleiten.
 
Ich reise durch die Zeit. Menschen kommen und gehen, erklimmen den Fels und verlassen ihn wieder.
 
Ich reise weiter zurück, in die Zeit des Weltkrieges, Granaten regnen durch das Waldgebiet.
 
Aber ich sitze hier, unbeteiligt von den Geschehnissen der Zeit. Im Vertrauen, wissend um die eigene Kraft, die Quelle in meinem Inneren zu hüten.
 
Diese Quelle sprudelt unablässig und wir müssen nichts weiter tun, außer ihr die Chance schenken, von der Dunkelheit ins Licht zu fließen.“

Urvertrauen ist Wurzel unserer Existenz. Das Leben beginnt mit Urvertrauen und es endet mit Urvertrauen. Es spiegelt den Anfang und das Ende unserer jeweiligen Inkarnation. Und was passiert dazwischen? Da tanzen wir den Tanz der Balance zwischen vielen Dualen des Lebens. Und sind Suchende und Lernende auf den Pfaden unseres Seelenplans.

Aufgrund der kollektiven Entwurzelung haben wir verlernt, was Urvertrauen überhaupt ist. Höchste Zeit wieder zurückzukehren zu unserer Basis, um aus der Quelle zu schöpfen und mit einer guten Basis fliegen zu lernen.

Um Urvertrauen wieder zu lernen müssen wir allerdings tiefer gehen. Es ist eine sehr tiefe Reise in unsere Seele mit ihren Schatten, tief sitzenden Ängsten und Schmerzpunkten, die wir im Laufe vieler Leben gesammelt haben, eine Reise die nur schrittweise geht. Sie beginnt an der Basis und schlängelt sich Schmerzpunkt für Schmerzpunkt nach oben in die Erkenntnis unserer Selbst. Ein Erkenntnisprozess, der uns herausfordert, jedoch weit weg ist von Ponyhof oder gar blendend scheinheiliger Erleuchtung, bei denen der müffelnde Kern mit weißen Gewändern strahlenden Lichts umhüllt ist. Schatten und Schmerzpunkte müssen gelichtet und angeschaut werden, um wieder gänzlich zu erfassen, was Leben ist.Um zu wissen wer wir waren und wer wir sind. Wir alle sind nun auf dieser Reise, um als einzigartiges Individuum das Zusammen im Kollektiv gänzlich neu zu denken und global in eine lebenswerte Zukunft zu starten.

Die Wurzeln des Urvertrauens sind verbunden mit unserer Quelle im Inneren unsere Seele, die Quelle, aus denen wir Nahrung für sie und unser Leben beziehen. Dorthin kommen wir im Idealfall zurück, wenn unsere Seele in Not ist. Um Inne zu halten und zu Trinken und weiter zu gehen.

Ohne Urvertrauens fehlen die Wurzeln zur Quelle und wir sind ewig bedürftig und erleiden Mangel, selbst dann, wenn wir im Außen in der Fülle sind. Doch wie könnte jemand anderes unsere Bedürfnisse stillen, der selbst bedürftig ist? Eins können wir jedoch immer machen. Wir können uns gegenseitig Mut machen, weiter zu gehen.Uns zuhören ohne Erwartungen zu hegen. Uns eine Schulter zum lachen und weinen geben, ohne den anderen heilen oder belehren zu wollen, oder uns zu überheben, weil wir etwa weiter, kleiner, größer, schlauer oder sonstwas sind. Wir brauchen dafür auch kein Theater, keine besondere spirituelle Aura, keine geflügelten tollen Worte oder gar besondere Gewänder. Nur uns selbst mit unseren eigenen Erfahrungen und unserem Mensch-Sein.Ein einfacher, eigener Satz aus dem Herzen bedeutet weit mehr als alle abgedruckten heiligen Gebete dieser Welt.

Aus dem Urvertrauen erwächst der Wert, den wir uns selbst geben, unseren eigenen Leben und damit dem Leben an sich.

So hab keine Angst, deine Schatten dafür zu beleuchten.Denn aus ihnen erwächst das Wissen für unsere Zukunft und die Fähigkeiten für eine neue Ära der Menschlichkeit. Die Zeit ist reif.

Mann, Frau - bist du bereit, den Apfel endlich aufzuessen?

© Die Götterbotin